Operative Verfahren
Korrektur von Stirnform und Orbitarand bei Kraniosynostose – Augenschutz, Zeitpunkt, Technik und Ergebnisse.
Das fronto-orbitale Advancement (FOA) ist ein neurochirurgisch-kraniofazialer Eingriff, bei dem das Stirnbein und der knöcherne Orbitarand gemeinsam nach vorne verlagert werden. Der Eingriff verfolgt zwei Ziele gleichzeitig: die Normalisierung der Schädelkontur und — besonders wichtig — den Schutz der Hornhaut vor Austrocknung und Verletzung bei vorstehenden Augen (Exophthalmus).
Er wird in enger Zusammenarbeit zwischen Neurochirurgie und Kraniofazialchirurgie durchgeführt.
Bei ausgeprägtem Exophthalmus mit Hornhautgefährdung kann ein FOA ophthalmologisch vorgezogen werden.
Typischerweise zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat. Das Gehirn wächst in diesem Alter sehr schnell — der Eingriff nutzt dieses Wachstum als unterstützende Kraft. Bei syndromalen Formen oder akut erhöhtem intrakraniellem Druck kann eine frühere Intervention notwendig werden.
Über eine bikanonale Schnittführung (hinter dem Haaransatz) wird das Stirnbein freigelegt. Stirnbein und Orbitarand werden als zusammenhängendes Segment mobilisiert, in die neue Position gebracht und mit resorbierbaren Platten und Schrauben fixiert. Der umgeformte Knochen integriert sich innerhalb weniger Monate vollständig. OP-Dauer: ca. 3–5 Stunden. Postoperativer Intensivaufenthalt von 24–48 Stunden ist Routine.
Das FOA ist ein Eingriff mit sehr guten Langzeitergebnissen für Kontur und Funktion. Die Hornhaut wird durch die Orbitavorverlagerung dauerhaft geschützt. Revisionsoperationen sind möglich, aber nicht die Regel. Bei syndromalen Formen folgen weitere Eingriffe im Behandlungsplan (PFD, Le-Fort-III).
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Es handelt sich um eine Operation, bei der Stirn und obere Augenhöhlenränder neu geformt und nach vorne verlagert werden, um dem Gehirn Raum zu geben und die Kopfform zu korrigieren. Der genaue Ablauf wird individuell geplant.
Der Zeitpunkt richtet sich nach Diagnose und Befund und wird im spezialisierten Zentrum festgelegt. Häufig erfolgt der Eingriff im Säuglings- oder Kleinkindalter.