Für Fachpersonen
Indikationsstellung im Überblick – interdisziplinär und individuell.
Die Indikation zu kraniofazialen Eingriffen wird individuell und interdisziplinär gestellt. Massgeblich sind funktionelle Gesichtspunkte (u.a. Hirndruck, Atmung, Augenschutz, Kaufunktion, Sprache) sowie morphologische Aspekte, abgewogen gegen Aufwand und Risiken. Diese Seite gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine fallbezogene Beurteilung im spezialisierten Zentrum.
Im Vordergrund stehen funktionelle Indikationen – etwa die Sicherung der Atmung, der Schutz des Sehvermögens, die Vermeidung eines erhöhten Hirndrucks sowie Kau- und Sprachfunktion. Morphologische und psychosoziale Aspekte werden ergänzend berücksichtigt.
Die Entscheidung erfolgt interdisziplinär (u.a. Neurochirurgie, MKG-/kraniofaziale Chirurgie, Pädiatrie, HNO, Augenheilkunde, Kieferorthopädie, Genetik) und individuell abgewogen.
Bei akuter Gefährdung gilt der Notfall- bzw. der beschleunigte Zuweisungsweg an ein spezialisiertes Zentrum.
Der Vorrang funktioneller Indikationen und die interdisziplinäre Entscheidungsfindung sind breit anerkannt.
Gewichtung einzelner Faktoren und die konkrete Indikation variieren je nach Befund, Alter und Zentrum.
Für einzelne Konstellationen bestehen unterschiedliche Auffassungen; die Evidenz ist teils begrenzt.
Wir beraten Fachpersonen und zuweisende Ärztinnen und Ärzte.
Kontakt aufnehmenDie Indikation wird individuell und interdisziplinär gestellt, vorrangig nach funktionellen Gesichtspunkten (Atmung, Hirndruck, Augenschutz, Kau- und Sprachfunktion). Eine allgemeine Aussage ersetzt nicht die fallbezogene Beurteilung.
Insbesondere bei relevanter Atemwegsobstruktion, Hinweisen auf erhöhten Hirndruck oder Gefährdung des Sehvermögens. Dann ist eine rasche Vorstellung an einem spezialisierten Zentrum angezeigt.
Morphologische und psychosoziale Aspekte fliessen ergänzend ein, stehen aber hinter den funktionellen Indikationen. Die Abwägung erfolgt individuell.